Vicky Christina Barcelona? Nein, das war doch eine andere Geschichte…
Beginnen wir im Reich der Mitte, wo Google einen neuen Weg einschlagen möchte. Grund dafür ist ein Cyberangriff auf Google und andere Unternehmen der vermutlich von China, laut Quellen wie GoogleWatchBlog sogar von der chinesischen Regierung, ausgeht.
Beachtenswert die Tatsache, dass die Google Führung aus den USA hier so rasch reagiert und offen Stellung bezogen hat. Google nennt in diesem Artikel auch Blogs und Seiten auf denen die Art des Angriffs präzise beschrieben ist.
Die Angriffe hätten sich vor allem auf die Gewinnung von privaten Daten von chinesischen Dissidenten und Menschenrechtsaktivisten konzentriert, neben Google waren noch einige andere Unternehmen betroffen. Google empfiehlt Benutzern, im eigenen Interesse Sicherheitsvorkehrungen zu treffen.
Auch wenn man dies als Imagepflege betrachten könnte, immerhin ist Google ein börsennotiertes Unternehmen und die Ankündigung, ein Engagement in einem wirtschaftlich aufstrebenden Land zu beenden hat nicht zuletzt potentielle Auswirkungen auf den Aktienkurs. Und klar, Googles Anteil in China am Suchmaschinenmarkt ist bescheiden, aber ein kleiner Anteil in einem großen Land ist immer noch mehr als ein großer Anteil in vielen kleinen Ländern.
Es gibt einen interessanten Artikel zu den Gerüchten und Meldungen rund um das Thema Google & China im WSJ Blog. Unter anderem geht es darum:
Google hätte in China versagt.
Die Seite google.com wäre in China nicht erreichbar.
Gmail Server würden in China stehen.
SERPs von google.cn wären bereits unzensiert.
Google hätte chinesische Dissidenten als Ziel der Angriffe identifiziert.
Google hätte die Büros in China bereits geschlossen.
Es bleibt weiterhin spannend – und möglicherweise gibt es ja ab Montag schon die nächsten Meldungen dazu.
Endlich bringt Google sein Google Phone offiziell heraus. Auf den ersten Blick scheint es als hätte man viel von Apple abgeschaut. Was auch sinnvoll ist. Und Google Talk ist integriert. Bis das Teil zu uns kommt dürften aber noch ein paar Monate ins Land ziehen.
Panikmache, gefährliches Halbwissen, Diskussionen auf Bild-Niveau. Selbiges gelesen im heutigen Standard(!). Dennoch gibt es differenzierte Ansichten – aber nur bei den Gastkommentaren.
Leonhard Dobusch, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Management der freien Universität Berlin, hat schon recht, wenn er in einem Gastkommentar im heutigen Standard aufzeigt, dass die “Debatte um Google Books” etwas seltsame Ausmaße annimmt.
Eine Wiener Schriftstellerin habe sich beklagt, Google greife mit der Digitalisierung von Büchern in ihre Persönlichkeitsrechte (sic!) ein. Die österreichische Verwertungsgesellschaft für Autoren beschuldigt Google, die größte Urheberrechtsverletzung aller Zeiten zu begehen. Und ein Grazer Autor bezeichnet Google als “psychotischen Riesenkonzern”.
Auf der Advertising Week 2009 zeigte Google 87 coole Sachen die man mit den hauseigenen Google Tools machen kann.
Vom interaktiven Freerunning Spiel über diverse Mashup und Mixup-Projekte (ThruYou, Sour, Mosaic Music Video, etc.) bis zu kompletten Firmensites(!) auf YouTube (BooneOakley).
In Real-Time beobachten wo gerade welches Produkt auf Zappos gekauft wurde, auf Ohio Piano spielen(!) oder in Google Maps mit Autos um die Wette fahren.
Eine sehr kreative Methode, um eine Einladung zu Google Wave zu bekommen, hat sich der YouTube User “Epipheo” einfallen lassen. Lars (Anmerkung: Der Erfinder von Google Earth und Google Wave) findet es “brilliant”!
Achja, falls jemand eine Einladung für Google Wave übrig hat – immer nur her damit! Einfach eine Mail an blog [at] googlehupf.org schreiben.
Gruppieren von E-Mails, proaktiver Spam-Filter, gute Suchfunktion und Real-Time Chat – vier Vorteile von Gmail dargestellt als Puppentheater mit selbstgebastelten Marionetten aus Büroartikeln.
Google hat mit dem brandneuen Service FastFlip wiedereinmal den Nagel mit dem Kopf getroffen. Die Internetkrake möchte die Tageszeitungen von unseren Frühstückstischen endgültig auf den Bildschirm verlagern. FastFlip folgt dem klassischen Google Credo, dass die Geschwindigkeit in der Benutzung den entscheidenden Unterschied macht. So präsentiert FastFlip die aktuellen Neuigkeiten als schnell ladende Bilddatei, die auf genau einer Bildschirmseite Platz findet und simuliert so das Erlebnis “Zeitung durchblättern” perfekt. Dadurch kann der Benutzer schneller von Seite zu Seite springen und natürlich auch mehr Werbung wahrnehmen.
Das User Interface beim Lesen erinnert stark an etablierte Buch-Lese-Interfaces alá Amazon’s SearchInside oder das des Safari Library. Man darf gespannt sein, ob das Service das hauseigene Google News nur Konkurrenz macht, oder es über kurz oder lang ersetzt.
Solange sich eBook Reader wie der Kindle allerdings nicht durchsetzen, wird es noch ein wenig dauern, bis FastFlip die Papierzeitung in all ihren Einsatzgebieten (Strand, U-Bahn, 00,…) ganz ersetzen kann.
Gmail (bzw. GoogleMail in Deutschland) war heute Nacht für ca. 100 Minuten nicht erreichbar gewesen.
Für jemanden wie mich, der durchgehend mit Gmail arbeitet, ergab sich zwar nur eine Downtime von ca. 30 Minuten, aber das war wohl für jeden Benutzer unterschiedlich. Tatsache ist, dass ich wieder mal dachte “mein Internet spinnt”.
Schließlich habe ich dann doch Twitter bemüht (läuft bei mir immer dann nicht wenn ich mich aufs Arbeiten konzentrieren will), die letzten Tweets von Google verfolgt und weiter gezwitschert.
Mehr Information zum Gmail Ausfall im Gmail Blog nachlesen.