Google Books und die Urheberrechtsdebatte

Panikmache, gefährliches Halbwissen, Diskussionen auf Bild-Niveau. Selbiges gelesen im heutigen Standard(!). Dennoch gibt es differenzierte Ansichten – aber eher bei den Gastkommentaren.

Leonhard Dobusch, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Management der freien Universität Berlin, hat schon recht, wenn er in einem Gastkommentar im heutigen Standard aufzeigt, dass die „Debatte um Google Books“ etwas seltsame Ausmaße annimmt.

Eine Wiener Schriftstellerin habe sich beklagt, Google greife mit der Digitalisierung von Büchern in ihre Persönlichkeitsrechte (sic!) ein. Die österreichische Verwertungsgesellschaft für Autoren beschuldigt Google, die größte Urheberrechtsverletzung aller Zeiten zu begehen. Und ein Grazer Autor bezeichnet Google als „psychotischen Riesenkonzern“.

Na dann geht doch zu Altavista!

87 coole Sachen mit YouTube, Maps und Google Tools

Auf der Advertising Week 2009 zeigte Google 87 coole Sachen die man mit den hauseigenen Google Tools machen kann.

Vom interaktiven Freerunning Spiel über diverse Mashup und Mixup-Projekte (ThruYou, Sour, Mosaic Music Video, etc.) bis zu kompletten Firmensites(!) auf YouTube (BooneOakley).

In Real-Time beobachten wo gerade welches Produkt auf Zappos gekauft wurde, auf Ohio Piano spielen(!) oder in Google Maps mit Autos um die Wette fahren.

Am besten einfach ausprobieren: bit.ly/87coolthings

Google FastFlip ersetzt die Tageszeitung

Google hat mit dem brandneuen Service FastFlip wiedereinmal den Nagel mit dem Kopf getroffen. Die Internetkrake möchte die Tageszeitungen von unseren Frühstückstischen endgültig auf den Bildschirm verlagern. FastFlip folgt dem klassischen Google Credo, dass die Geschwindigkeit in der Benutzung den entscheidenden Unterschied macht. So präsentiert FastFlip die aktuellen Neuigkeiten als schnell ladende Bilddatei, die auf genau einer Bildschirmseite Platz findet und simuliert so das Erlebnis „Zeitung durchblättern“ perfekt. Dadurch kann der Benutzer schneller von Seite zu Seite springen und natürlich auch mehr Werbung wahrnehmen.
Das User Interface beim Lesen erinnert stark an etablierte Buch-Lese-Interfaces alá Amazon’s SearchInside oder das des Safari Library. Man darf gespannt sein, ob das Service das hauseigene Google News nur Konkurrenz macht, oder es über kurz oder lang ersetzt.
Solange sich eBook Reader wie der Kindle allerdings nicht durchsetzen, wird es noch ein wenig dauern, bis FastFlip die Papierzeitung in all ihren Einsatzgebieten (Strand, U-Bahn, 00,…) ganz ersetzen kann.

Gmail’s „100 Minutes“

Gmail (bzw. GoogleMail in Deutschland) war heute Nacht für ca. 100 Minuten nicht erreichbar gewesen.

Für jemanden wie mich, der durchgehend mit Gmail arbeitet, ergab sich zwar nur eine Downtime von ca. 30 Minuten, aber das war wohl für jeden Benutzer unterschiedlich. Tatsache ist, dass ich wieder mal dachte „mein Internet spinnt“.

Schließlich habe ich dann doch Twitter bemüht (läuft bei mir immer dann nicht wenn ich mich aufs Arbeiten konzentrieren will), die letzten Tweets von Google verfolgt und weiter gezwitschert.

Mehr Information zum Gmail Ausfall im Gmail Blog nachlesen.

KGB legt Twitter und Facebook mit DDoS Attacke lahm

Weil ein georgischer Internetnutzer eine relativ kontroverse Sicht auf die russische Politik hatte, reagierte angeblich der KGB mit einem DDoS Angriff auf Facebook, Twitter, Livejournal, Blogger, YouTube und Google Sites.

Der Name des Bloggers „cyxymu“ ist zugleich auch Name der Hauptstadt der von Georgien abgefallenen Teilrepublik Abchasien, Sochumi. Abchasien ist politisch Russland nahestehend und wird auch nur von Mütterchen Russland und Nicaragua als eigenständige Republik anerkannt.

Die Sicht des Bloggers auf die abchasische und russische Politik wird als möglicher Grund für die Attacke auf seine Profile genannt. Verlässliche Angaben über die Täter gibt es allerdings noch nicht. Facebook und diverse Google Dienste konnten den Angriff relativ elegant abwehren, während Twitter gestern mehrere Stunden nicht erreichbar war. Ich hatte schon meinen Internetprovider für den Ausfall verantwortlich gemacht…

Es hält sich übrigens das Gerücht, dass die Hacker von Personen aus KGB Kreisen angestiftet wurden (deshalb auch die etwas skandalöse Headline hier). ;)