Google & Yahoo! machen sich gegenseitig Zugeständnisse auf technischer Ebene. So verwendet Google für die “Personalisierte Startseite” die Yahoo! Grids und Yahoo! wiederum bedient sich Google’s Canvas Library innerhalb des ihres Yahoo! Pipes Mashupdienstes. Auch für den Google Web Toolkit gibt es eine Erweiterung für das beliebte YUI-Ext Javascript Library.
Archiv für April 2007
Auf Arte gibt es exklusiv in dieser Woche eine Dokumentation von Stéphane Osmont und Sylvain Bergère über die Geschichte von Google: “Wer hat Angst vor Google” steht 7 Tage lang als Vollversion kostenlos online zur Verfügung. Tipp: Ansurfen!
Das Handelsblatt schreibt wieder. Diesmal wird jedoch der DoubleClick-Deal gutgeheißen (es ist auch ein anderer Autor).
Kein Wunder, schließlich hat Google-CEO Eric Schmidt eben erst verkündet: 63% Umsatzwachstum, 69% Gewinnwachstum. Dazu kommt noch, dass 1600 neue Arbeitsplätze - u.a. durch das neue Google “Büro” in Argentinien - geschaffen wurden und trotzdem der Anteil der Personalkosten am Umsatz zurückgegangen ist.
Tja, wenn die Zahlen stimmen, dann haben alle freundliche Nasenlöcher.
Google hat kürzlich die Firma Tonic Systems übernommen, die wiederum eine Software entwickelt hat, die das komfortable Erstellen von Präsentationen im Web ermöglicht. Es ist sowohl eine Online-Zusammenarbeit als auch das Hinzufügen von Bildern möglich.
Das “Programm” kann sogar Präsentationen aus PowerPoint importieren und bearbeiten. Damit könnte Google sein “Online-Office”, bestehend aus “Docs & Spreadsheets” (vormals Google Spreadsheets und Writely) vervollständigen. Veröffentlicht wird die Google-Präsentations-Software im Sommer.
Wie das Handelsblatt kürzlich schreibt, befindet sich Google weniger in einem Kaufrausch als in einer Notlage. Dagegen hält der Standard, die Aktionen von Google seien vor allem für die Konkurrenz alarmierend.
Die Wahrheit liegt nicht nur dazwischen sondern sowohl auf der einen als auch auf der anderen Seite.
Google kauft um 3,1 Mrd. Dollar das Unternehmen DoubleClick und setzt sich damit - wie zu erwarten war - gegen Microsoft, AOL und Yahoo durch.
Zuvor hat das Unternehmen Hellman & Friedman Mitte 2005 Teile von DoubleClick um 1,1 Mrd. Dollar gekauft. Auch wenn die Summe zu hoch scheint - es ist einfach ein strategischer Zug für Google. Die Transaktion soll bis Jahresende abgewickelt werden.
Zufällig habe ich auf meinem Schreibtisch Dinge von beiden Unternehmen, nicht nur deren Cookies im Web-Browser: Vor einigen Monaten noch aus Langeweile fotografiert, heute schon zu einer “zeitgeistigen Montage” zusammengefügt.
Die Meldung Google kauft DoubleClick auf GoogleWatchBlog lesen.
Seit Freitag bietet Google sein Online-Bezahlsystem “Checkout” auch in Großbritannien an. Damit ist klar, dass in Kürze auch Deutschland - und in Folge Österreich und die Schweiz - an die Reihe kommen werden.
“We’re excited to tell you that as of this morning the speed, security, and convenience of Google Checkout is available to online shops and shoppers in the United Kingdom.” — Jerry Dischler, Senior Product Manager, im offiziellen Google Blog
Für Anwender die bereits Google Mail, Google Kalender oder die personalisierte Google Startseite nutzen, wäre “Checkout” bloß ein weiterer Menüpunkt im “Google-Fenster zum Internet”: Einmal beim Google Konto angemeldet, kann man bequem bei allen Händlern, die Checkout unterstützen, einkaufen und bezahlen. Besser gehts nicht.
Für Händler ist “Checkout” allerdings ein zweischneidiges Schwert. Einerseits bietet die Integration eine bessere Reichweite, andererseits weiß Google damit praktisch über alle Transaktionen bescheid. Für viele große e-commerce Unternehmen ist ja bereits die Einbindung des Google Tracking Codes zur Messung der Umsatzperformance von AdWords ein heikles Thema.
Google bietet natürlich auch entsprechende “Zuckerl” an, um die Verbreitung zu fördern: Kunden die sich innerhalb eines Monats anmelden, bekommen einen Rabatt auf ihren ersten Einkauf. Für teilnehmende Händler sind bis Ende 2007 alle Transaktionen kostenlos. Danach lassen sich diese Kosten durch Buchung von Google AdWords gegenrechnen.
Angeblich ist man bereits dabei, Checkout auch für andere europäische Länder zu lokalisieren…
Die Goldbach Media Gruppe erwirbt 50 bzw. 30 Prozent der Anteile von AdLINK Schweiz und Österreich. Im Gegenzug erwirbt AdLINK 19,4 Prozent der Goldbach-Aktien. AdLINK und Goldmedia wollen künftig bei der Vermarktung konvergenter Medien kooperieren und zusammen den osteuropäischen Markt erschließen.
AdLINK ist in Europa und in den USA vertreten. Zur AdLINK-Gruppe gehören auch die Affiliate-Plattform affilinet und der Domain-Händler Sedo. Die AdLINK-Gruppe ist wiederum ein Teil des United-Internet Konzerns, dem bekannte Produkte wie GMX, 1&1, web.de und mehrere Whitelabel Hosting-Plattformen gehören.
Pressemitteilung von AdLINK vom 13. April 2007.
Seit März überschwemmen Mirjam, Alina, Katharina, Joe und Tomek diverse Weblogs und Webseiten mit Kommentaren. Dabei handelt es sich um eine bezahlte Kampagne. Ausgetragen wird sie jedoch als nicht gekennzeichnete Werbung in der weitgehend unkommerziellen Blogosphäre.
Wie weit ist die Welt noch entfernt von einem Plugin, das nicht nur SPAM sondern auch verkappte Werbung in Blog-Kommentaren entfernt? Der User ‘mcnep’ hat die diversen Assoziationen zum Thema in2u dort sehr drastisch bewertet.
Gibt man den Begriff bei Google ein, gelangt man auf die Website zum neuen Calvin-Klein-Parfüm “ck-IN2U”. Realisiert wurde die Teaser-Kampagne von der Agentur d.k.d. Die Aufregung um das Thema tut ihr übriges und verstärkt die Wirkung dieser Aktion.
Es bleibt natürlich spannend, wie junge Leute darauf anspringen. Was passiert, wenn ich einmal in der Parfumerie stehe, falls mein KENZO (oops!) Duft zur Neige geht? Was kaufe ich dann - etwa das sagenumwobene in2u von Calvin Klein? Vielleicht passt es ja zu meinem ETERNITY Rasierwasser…
Werbung wirkt. Und d.k.d hat eine gute Referenz mehr: Publicity.
Die Mozilla Corporation plant eine Zusammenarbeit mit eBay International in Frankreich, Deutschland und Großbritannien.
Beide Unternehmen kündigten ein Firefox Partnerprogramm an, um “das Online-Auktionserlebnis für Menschen in Frankreich, Deutschland und Großbritannien zu verbessern”. Laut Pressemitteilung arbeite man an Technologien “damit Benutzer von eBay jederzeit, egal auf welcher Website sie gerade sind, in Firefox über den Status ihrer Auktionen bescheid wissen.”
Weitere Details sind noch nicht bekannt, sollen aber angeblich noch im zweiten Quartal 2007 verkündet werden.